Meine Kinder und ich haben uns zum Glück nicht impfen lassen. Dadurch haben wir gut gemerkt, wer wie „tickt“. Alle Bekannten – Familie, Kolleg*innen und engste Freunde – waren geimpft. Die Spaltung begann in dem Moment, als man ohne Impfung nicht mehr ins Restaurant durfte oder reisen konnte. Da merkte ich, wie sehr die Menschheit manipuliert wurde – wer dem Staat glaubte und wer eher skeptisch war.
Eine meiner besten Freundinnen hat sich auch nicht impfen lassen. Mit ihr bin ich dann ein bisschen in eine Clique von ebenfalls ungeimpften Leuten hineingeraten. Man traf sich heimlich, obwohl es nicht erlaubt war – je nachdem, ob gerade 2er-, 3er- oder sonstige Kontaktregeln galten. Das war sehr speziell, aber auch eine gute Erfahrung.
Vor allem, als der Lockdown aufgehoben wurde und die Impfung plötzlich in ein schlechtes Licht geriet – als sie nicht mehr gratis angeboten wurde – sprach plötzlich niemand mehr darüber. Das fand ich schon seltsam. Und wenn man heute sagt: „Vielleicht sind das die Nachwirkungen der Impfung…“, glaubt einem immer noch kaum jemand.
Ich denke, viele Menschen sind immer noch überzeugt, dass sie damals das Richtige getan haben. Und wir, die uns nicht impfen lassen wollten, standen dem irgendwie im Weg – wurden fast als egoistisch dargestellt. Schade, dass man das nicht offen diskutieren kann. Es wird totgeschwiegen.
In dieser Zeit fühlte ich mich zeitweise schon ein bisschen einsam – trotz allem. Ich bin aber auch nicht der Typ, der ständig ins Restaurant geht, und ehrlich gesagt fehlt mir auch das Geld dafür. Andere, wie mein Ex-Mann und seine Freundin, haben sich impfen lassen, weil sie in die Ferien wollten. Seine Freundin ist inzwischen an Long COVID erkrankt – das ist auch sehr traurig.
In der Corona-Zeit ist auch meine Beziehung zerbrochen, die Kinder sind ausgezogen, der Hund ist gestorben… Ich war plötzlich sehr allein – das erste Mal seit ich 22 war: ohne Freundeskreis, ohne Familie. Vorher war ich 20 Jahre verheiratet und hatte Kinder… Da war immer etwas los. Plötzlich war alles anders. Ich habe mir dann einen neuen Hund zugelegt. Nach dem ersten Hund musste ich mich erst wieder überwinden. Als man während der Corona-Zeit kaum noch raus durfte, dachte ich: Wenn ich jetzt einen Hund hätte, hätte ich einen Grund, trotzdem dreimal am Tag spazieren zu gehen und frische Luft zu schnappen.
Der Hund hat mich wieder ein bisschen unter Leute gebracht. Ich habe tolle Menschen kennengelernt – auch solche, die meinen Hund kostenlos hüten, wenn ich in die Ferien gehe. Sie sind auch ungeimpft und auf einem ähnlichen Weg wie ich. Die hätte ich ohne Hund gar nie kennengelernt. Wenn man Single ist und allein lebt, macht man mit Hund mehr neue Bekanntschaften. Ich werde bald 60 – das ist nicht mehr das Alter, in dem man ständig ausgeht, auf Partys geht, neue Leute kennenlernt. Man geht arbeiten, kommt nach Hause, geht wieder arbeiten, kommt wieder nach Hause. Mehr passiert oft nicht.
Jetzt mit dem Krieg ist eine neue Belastung dazugekommen. Es macht einem natürlich schon Angst – es kommt immer näher, breitet sich aus, und niemand kann wirklich etwas dagegen tun. Wenn ich in der Schweiz einkaufen gehe, sehe ich diese riesige Auswahl an Nahrungsmitteln – und denke an die Menschen in Kriegsgebieten, die mit dem Minimum überleben müssen, ohne Sicherheit. Das macht traurig. Man kann kaum helfen.
Ich bin Christin, habe mein Leben mit 23 Jesus gegeben. Für mich ist das alles deshalb nicht neu. In der Bibel steht, dass wir von Kriegen hören werden, aber keine Angst haben sollen. Es wird alles schlimmer, aber das ist noch nicht das Ende. Das ist nur der Anfang der Endzeit. Wie lange die Endzeit dauert, weiss niemand. Aber ich setze meine Hoffnung auf Jesus und warte auf seine Wiederkunft – auf das Leben nach dem Tod, in seinem Reich, in Herrlichkeit, wo es keinen Krieg, keinen Tod, kein Geschrei und keine Tränen gibt. Das ist mein Ziel. Ich bin nur Gast auf dieser Erde – mein eigentliches Ziel ist die Ewigkeit bei Gott.
Darum lasse ich mich von diesen Kriegen und allem anderen nicht fertig machen. Man kann es nicht ändern. Es kommt, wie es kommen muss – wie es geschrieben steht.
An die Politik habe ich keine Erwartungen mehr. Die Politiker sind doch alle manipuliert – vom Geld oder vom Bösen, wer weiss. Geld regiert die Welt. Ich glaube nicht, dass irgendjemand Trump, die Hamas oder den Iran stoppen kann – auch Israel wohl nicht. Die Schweiz sagt zwar, sie setze sich für den Frieden ein, sie wolle mit dem Iran verhandeln – aber erreichen wird sie nichts. Die Schweiz hat kein Gewicht ohne Bodenschätze. Niemand kann diese Kriege beenden.
Cornelia T.
