Mein Mann und ich hatten bis 2020 eine gut laufende Brockenstube. Dann kam Corona, und unsere Probleme fingen an. Mit dem Lockdown kamen wir in erste finanzielle Engpässe. Schliesslich mussten alle Fixkosten weiter bezahlt werden. Aber wie zahlen – wenn wir keine regelmässigen Einnahmen hatten?
Die Coronahilfen waren lächerliche CHF 1.60 pro Tag!!! Das hat uns ruiniert! Mein Mann war so wütend über diese ganzen Maßnahmen vom Bund, vor allem auch weil er sie als unnötig erachtete. Ihn nahmen die Massnahmen sehr mit, er hatte Magenschmerzen vor Verzweiflung und war körperlich immer mehr ein Wrack. Anfang 2021 sagte er, wir müssen den Laden aufgeben, weil wir die Miete nicht mehr bezahlen könnten. Er müsste dann halt eine andere Arbeit suchen. Aber wegen seines Alters hatte er sehr viel Angst, dass keiner ihn anstellen würde. Während wir die Brocki räumten, baute er gesundheitlich noch mehr ab, und es ging ihm psychisch und physisch immer schlechter.
Knapp 2 Wochen vor der Abgabe der Brockenstube ging es ihm so schlecht, dass er notfallmässig ins Spital musste – mit grosser Atemnot und grossen Schmerzen. Das war an einem Donnerstag und bis Montag passierte nicht viel. Montag gab es verschiedene Untersuchungen und am Dienstag kam dann der Befund: Krebs im Endstadium!!! Von Tag zu Tag ging es ihm schlechter, und schließlich ist er 4 Tage später gestorben. Das war vor genau vier Jahren.
Meine Familie, Freunde und ich wissen, dass gerade dauerhafter Stress krank macht, und Stress Krebs schneller wachsen lässt. Wir sind davon überzeugt, dass, wenn die übertriebenen unnötigen Coronamassnahmen nicht gewesen wären, mein Mann noch leben würde oder zumindest nicht so schnell an Krebs gestorben wäre. Beweisen können wir das natürlich nicht.
Wir sind unendlich traurig!!! Wir sind sehr enttäuscht von unseren Bundesräten.
Ich arbeite jetzt als Putzfrau. Ich muss mit Arthrose und einem Bandscheibenvorfall bis 65 Jahre arbeiten. Ich muss viel arbeiten, um alles bezahlen zu können. Ich bin sehr unzufrieden mit diesem System. Ich habe das Gefühl, dass Menschen wie ich nicht wichtig sind. Wir haben nichts zu sagen, sollen nur folgen, arbeiten und zahlen. Was für ein Leben.
Dies ist nur eine Kurzfassung von meiner Geschichte. Ich könnte ein Buch schreiben, über was noch mehr nicht stimmt in dieser Welt. Ich habe aber keine Zeit mehr, ich muss leider arbeiten gehen und komme dann erst um 22:30 Uhr wieder.
R. aus Olten
